Das liebe Geld?

Bildquelle: GLS-Bank
Bildquelle: GLS-Bank

Ist dieser Text Werbung? Vermutlich schon, ich erstelle ihn aber nach eigenem Wunsch - weder mit äußerem Druck noch habe ich Einnahmen hieraus generiert ;). 

Woher stammt das Geld für all‘ die fragwürdigen, unternehmerischen Aktivitäten, welche alltäglich global finanziert werden? Wohin wandert unser Geld, welches wir bereitwillig auf unseren Konten zur Verfügung stellen? Das erste eigene Jugendkonto war natürlich kostenlos. Mitnichten sind wir später bereit, plötzlich für Bankdienstleistungen auch noch Geld auszugeben. Und die üblichen Institute machen es uns da einfach. Sie überbieten sich mit Lockangeboten – und die Mehrheit hinterfragt nicht. Und die Mehrheit bringt ihr Geld zur Standard-Bank. Wo es dann arbeitet, ob es Gutes tut oder Schlechtes, dass fragen wir unser Geld nicht, Hauptsache es arbeitet für uns. 

 Ich hab mich 2011 dazu entschieden, dass zu hinterfragen und mein Geld zur GLS-Bank zu bringen. Sie ist die größte nachhaltige Bank Deutschlands und erhält mehr und mehr Zulauf. Und das obwohl sie Kontoführungsgebühren hat, obwohl es sogar einen Mitgliedsbeitrag gibt,  obwohl ihre Kredite vermeintlich teuer sind. Schön blöd, denkt ihr? Weiter gedacht, sage ich. 

 

Natalia mit veganem Eis ! :-)
Natalia mit veganem Eis ! :-)

Denn wenn wir uns fragen, in welcher Welt wir leben wollen, dann steht für mich fest: Ich möchte keine Finanzmarktspekaulationen, erst recht nicht auf Nahrungsmittel; ich möchte keine Investitionen in Waffen, ich möchte keine Investitionen in Kohle oder Atomstrom. Und wenn ich weiß was ich will, kann ich nicht finanzieren, was ich nicht will. So einfach ist das. 

Was ich von meinem Geldinstitut bekomme, geht darüber hinaus und das ist es mir allemal wert: In finanziell guten wie in schlechten Zeiten. Ich entscheide mich damit für eine Welt, in der ökologische und soziale Projekte unterstützt werden sollen. Egal ob im Bereich Wohnen, Erneuerbarer Energien, Bio-Lebensmittel, Soziales + Gesundheit, Bildung + Kultur oder nachhaltige Wirtschaft. 

Vor einem Jahr haben wir uns schließlich dazu entschlossen, Genossenschaftsmitglieder zu werden. Besonders schön bei Genossenschaften ist die Tatsache, im Gegensatz zu Aktiengesellschaften, dass jedes Mitglied eine Stimme hat – egal wie viele Anteile gezeichnet werden. Natürlich wollen wir mitreden.  Also ging es am Freitag, den 29. Juni, auf zur - für uns ersten - Jahreshauptversammlung nach Bochum!

Zugegeben, Bochum konnte uns nicht so recht überzeugen, aber vielleicht habe wir einfach nicht die richtigen Ecken entdeckt. 

 

Besonders gefreut haben wir uns aber darüber, dass wir bei dem heißen Wetter direkt vor dem Audimax (die Veranstaltung fand in der Uni statt) mit leckerem, veganem Eis begrüßt wurden. Aber auch im Nachhinein wurden wir nicht enttäuscht. Authentisches und sehr freundliches Event-Management, ernsthafte und auch kritische Gespräche, geprägt von einer wertschätzenden Atmosphäre. Schnell war eine elektrisierende Stimmung spürbar, schlichtweg durch das Bewusstsein, dass alle Anwesenden das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung eint.

Jetzt sitz ich im Zug, bin froh, dass wir die Reise nach Bochum angetreten haben und gute Gespräche führen konnten. Und zwar mit Menschen die sich nicht verschließen vor den Herausforderungen, die wir gesamtgesellschaftlich zu lösen haben, sondern die konstruktive Beiträge für eine moderne, zukunftsfähige Gesellschaft erarbeiten.

Für dieses Erlebnis bin ich dankbar. Vielleicht seid ihr nächstes Jahr mit dabei? Überzeugt Euch selbst oder meldet Euch bei mir, wenn ihr konkrete Fragen habt. Wir brauchen jeden Einzelnen! :-)

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Rouven Kasten / GLS Bank (Montag, 02 Juli 2018 09:14)

    Danke für den schönen Artikel.

  • #2

    Franziska (Montag, 02 Juli 2018 20:27)

    Gerne und berechtigterweise :-)

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beziehen wir von Greenpeace Energy

 Von Herzen vielen Dank für Eure Sympathiebekundungen !

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